Erhalt der Rotbuche auf der Verkehrsinsel Ecke Bruckstraße / Im Heesefeld

Großer Baum auf einer kleinen Verkehrsinsel
Rotbuche Ecke Bruckstraße/Im Heesefeld (Foto: Peter Nienhaus)

Die geplante Sanierung der Bruckstraße war kürzlich Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss (Sitzung vom 11.6.2026, Protokoll unter https://ris.alpen.de) sowie einer gut besuchten Bürgerinformationsveranstaltung der Verwaltung (Am 24.6.2026 im Rathaus). Dabei wurden die Maßnahmen, die verkehrliche Situation und die vorgesehenen Veränderungen ausführlich vorgestellt und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.

Die Fraktion der Grünen in Alpen hat der Sanierung der Bruckstraße im Ausschuss grundsätzlich zugestimmt. Gleichzeitig sehen wir bei einzelnen Punkten noch Prüfbedarf – insbesondere beim geplanten Rückbau der Verkehrsinsel an der Ecke Bruckstraße / Im Heesefeld, der die Fällung einer ortsbildprägenden Rotbuche zur Folge hätte.

Große Bäume wie diese Rotbuche sind nicht kurzfristig ersetzbar: Sie spenden durch ihr dichtes Kronendach Schatten, kühlen durch Verdunstung die Umgebung deutlich ab und tragen zur Wasserspeicherung bei. Zudem binden sie ein Vielfaches an CO₂ im Vergleich zu jungen Bäumen und bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Auch aus verkehrlicher Sicht sehen wir die Situation differenziert. Trotz der von der Verwaltung beschriebenen Herausforderungen ist die betreffende Stelle bislang nicht als Unfallschwerpunkt aufgefallen. Gleichzeitig kann die bestehende Verkehrsinsel eine verkehrsberuhigende Wirkung entfalten – ein Aspekt, der gerade in Wohnbereichen nicht zu unterschätzen ist.

Aus Gesprächen mit der Verwaltung wurde deutlich, dass ein Erhalt des Baumes aktuell nur möglich wäre, wenn die bestehende Verkehrssituation weitgehend beibehalten wird. Vor diesem Hintergrund regen wir an zu prüfen, ob eine angepasste, verkleinerte Gestaltung der Verkehrsinsel möglich ist, die sowohl den verkehrlichen Anforderungen gerecht wird als auch den Erhalt der Rotbuche sicherstellt.

Zwar ist im Zuge der Sanierung die Pflanzung von rund 30 neuen Bäumen vorgesehen, was wir ausdrücklich begrüßen. Dennoch kann ein junger Baum die ökologischen und klimatischen Leistungen eines gewachsenen Baumes erst nach mehreren Jahrzehnten erreichen. Gerade mit Blick auf zunehmende Hitzeperioden – wie zuletzt im Juni dieses Jahres – kommt dem Erhalt bestehender, großer Bäume eine besondere Bedeutung zu.

Die Grünen in Alpen setzen sich daher dafür ein, die vorgebrachten Argumente in den weiteren Planungsprozess einzubeziehen und gemeinsam eine Lösung zu finden, die sowohl den verkehrlichen Anforderungen als auch dem Klima- und Naturschutz gerecht wird.

(JV)

Unserer Anfrage vom 13.7.2026:

Anfrage 260716 Baumfällung Bruckstraße.pdf