Unsere Fraktion hat beantragt, das Thema der unsachgemäßen Lagerung und Entsorgung von Kunstrasenresten und Gummigranulat aus dem ehemaligen Sportplatz des SV Borussia Veen auf die Tagesordnung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses (BPUA) am 16. Juli 2026 zu setzen.
Wir haben das Thema bereits seit Juli 2025 mehrfach schriftlich und mündlich adressiert – bislang jedoch ohne zufriedenstellende Klärung.
Hintergrund ist, dass Teile des alten Kunstrasens sowie das verwendete Granulat über längere Zeit nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern auf angrenzenden Flächen gelagert wurden. Erst nach wiederholten Nachfragen wurde ein Teil der Materialien durch den Bauhof abtransportiert. Eine transparente und schriftlich dokumentierte Information über das weitere Vorgehen seitens der Verwaltung steht jedoch bis heute aus. Auch Rückmeldungen an Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Thema an Verwaltung und Politik gewandt haben, blieben nach deren Angaben vielfach aus.
Die Situation sorgt daher nicht nur innerhalb unserer Fraktion, sondern auch in Teilen der Veener Bevölkerung für erheblichen Unmut.
Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, weist die Fraktion der Grünen in Alpen auf mögliche Umweltfolgen hin: Das verwendete Gummigranulat aus Altreifen kann Schadstoffe wie Schwermetalle (insbesondere Zink), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Weichmacher sowie Mikroplastik freisetzen. Unter Einfluss von Witterung können diese Stoffe in den Boden und unter Umständen ins Grundwasser gelangen. Studien zeigen, dass insbesondere Zink in relevanten Mengen ausgewaschen werden kann. Auch wenn das tatsächliche Risiko stark von den lokalen Gegebenheiten abhängt, ist das Problem fachlich anerkannt und wird auf europäischer Ebene zunehmend reguliert – unter anderem durch ein geplantes Verbot solcher Granulate ab 2031.
Bei einer Ortsbegehung Ende Juni 2026 wurde erneut festgestellt, dass weiterhin Kunstrasenreste auf dem Gelände, am Lärmschutzwall, entlang von Zäunen sowie am Rand angrenzender Flächen vorhanden sind.
Vor diesem Hintergrund richtet unsere Fraktion konkrete Fragen an die Verwaltung:
- Wann erfolgt die vollständige Entfernung und fachgerechte Entsorgung der verbleibenden Materialien?
- Welche Kosten sind bislang entstanden und welche weiteren Kosten sind zu erwarten?
- In welchem Umfang wird der verursachende Verein an den Kosten beteiligt?
Darüber hinaus schlägt unsere Fraktion vor, die Verwaltung zu beauftragen, den Sportverein zeitnah zur vollständigen Entsorgung der verbliebenen Kunstrasenbestandteile und des Granulats aufzufordern und eine angemessene Kostenbeteiligung sicherzustellen. Über die Ergebnisse soll zeitnah berichtet werden.
Hier der vollständige Antrag: